Zentrifugaloptimierung von BMA für eine bessere Energieeffizienz
In den letzten Jahren wurden in der Antriebstechnik verschiedene Nachrüstkonzepte eingesetzt. In der Regel werden neue Frequenzumrichter eingebaut – sei es, weil ein Produkt nicht mehr hergestellt wird, weil Ersatzteile fehlen oder um die Durchsatz zu steigern. Ein wichtiger Faktor ist heute auch eine hohe Energieeffizienz. Um diese zu erreichen, spielen Aspekte wie der Antriebsmotor, das Verriegelungssystem von periodische Zentrifugen, die Größe der Trommel Last und der Wirkungsgrad des Umrichters eine wichtige Rolle.
Optimale Effizienz, höhere Durchsatz
Im Winter 2013 beschloss Südzucker in Ochsenfurt, seine sechs BMA-Zentrifugen (Typ G1750) für Weißzucker zu modernisieren. Dazu gehörte unter anderem der Austausch der ursprünglichen Steuerungssysteme durch moderne BMA-Automatisierungstechnik. Das integrierte BMA DynFas FS misst die Schichtdicke im „ Trommel “, um sicherzustellen, dass diese so präzise wie möglich erreicht wird. Für den Anlagenbetreiber hat dies den Vorteil, dass der Konverter und der Antriebsmotor mit optimalem Wirkungsgrad laufen. Dadurch können Überkapazitäten entstehen, sodass einzelne Maschinen im Cluster abgeschaltet werden können. Eine Energiesparmaßnahme, die langfristig den Verschleiß reduziert.
Gleichzeitig wurden die bisherigen Antriebsmotoren der Zentrifugen durch hocheffiziente, hochmoderne Motoren ersetzt, die speziell für den Betrieb mit Frequenzumrichtern ausgelegt sind. Die Frequenzumrichter sorgen dafür, dass die Wirkleistungsaufnahme auf einem nahezu konstanten Niveau gehalten wird. Ein weiteres Highlight ist ihre wartungsfreundliche Bauweise. Durch den Einsatz leistungsstärkerer Antriebe konnte die Durchsatzrate pro Stunde gesteigert werden, wodurch eine höhere Zentrifugen Durchsatz erreicht wurde.
Geringere Energiekosten dank Sequenzierung
Durch eine übergeordnete BMA-Steuerung wird die Interaktion zwischen allen sechs Zentrifugen künftig sorgfältig koordiniert. Das wird enorme Auswirkungen haben, da sich die Strompreise vielerorts nach wie vor am Spitzenbedarf orientieren.
Im Vergleich zu herkömmlichen Verriegelungsverfahren gewährleistet das intelligente Pausenmanagement von BMA einen reibungslosen Transport des fertigen Zuckers während der Wartungsarbeiten an der Zentrifuge. Dadurch wird ein Überfüllen der Zuckerförderbänder verhindert. Dank der Visualisierung der Abfolge hat Südzucker nun zudem die Flexibilität, zu entscheiden, welche der beiden Zuckertransporteinheiten zum Einsatz kommen soll.
G1750-Zentrifugen
Das Konzept der Zentrifugaloptimierung hat sich durchgesetzt – und das nicht nur in Deutschland. Auch Energiemessungen, die im Sommer 2015 bei einem Kunden in Brasilien durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass modernste Antriebstechnik, eine intelligente Abfolge der Prozesse und die optimale Auslastung der „ Trommel “ entscheidende Faktoren für eine effiziente Energienutzung sind. Ein intelligentes Energiemanagement eröffnet somit ungeahnte Möglichkeiten für die Kraft-Wärme-Kopplung.
Sven Weidner
BMA Automation
product@bma-automation.com
