Forschung und Entwicklung bei BMA
Die BMA-Anlagen werden kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Dazu gehören sowohl fortlaufende Optimierungen des Prozesses, der Maschinen und der Anlagen selbst als auch die Erweiterung ihres Anwendungsspektrums.
Von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung sind zahlreiche Schritte erforderlich: die Generierung von Ideen, die Bewertung und Auswahl vielversprechender Konzepte sowie das Durchlaufen der Entwicklungsphasen Konzept, Prototyp und Feldvalidierung. Die Prüfung der geistigen Eigentumsrechte ist von Beginn an ein integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses. Schließlich werden Unterlagen für Kunden erstellt, sowohl zu Demonstrationszwecken als auch als umfassende Produktdokumentation.

Dr. Andreas Lehnberger
Anlagen- und Verfahrensentwicklung

Bessere Geräteleistung

Prozesstechnologie neu denken
Diese Innovationen nehmen in Form von Stahlguss Gestalt an in unseren Prozessanlagen und Maschinen für die Zuckerindustrie. Wir verfeinern und optimieren kontinuierlich die grundlegenden Verfahrensschritte und passen sowohl großtechnische Prozessstufen als auch detaillierte verfahrenstechnische Funktionen an die sich ändernden Anforderungen hinsichtlich Produktqualität, Energieverbrauch und Einsatz von Verarbeitungshilfsmitteln an.
Beispiele für Innovationen
- Zentrifugal Trommel e mit elliptischen Öffnungen
- Einführung von Fallfilmverdampfern in der Zuckerrohrindustrie
- Kristallisation von Zuckerersatzstoffen
Zentrifugal Trommel e mit elliptischen Öffnungen
Unser innovatives Zentrifugal Trommel -Design mit elliptischen Öffnungen in der Wand des „ Trommel “ stellt einen bedeutenden Fortschritt hinsichtlich Haltbarkeit und Betriebseffizienz dar. Im Vergleich zu herkömmlichen zylindrischen Bohrungen reduziert die optimierte Geometrie der elliptischen Öffnungen die Spitzenspannungen um fast 50 %, was eine geringere Wandstärke bei gleichzeitig längerer Lebensdauer ermöglicht. Geringere Spannungskonzentrationen erhöhen die Betriebssicherheit und verringern gleichzeitig den Bedarf an Rissinspektionen und Wartungsarbeiten. Die optimierte Konstruktion reduziert zudem das Trägheitsmoment, senkt den Energieverbrauch und bietet Zuckerproduzenten sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile.
Einführung von Fallfilmverdampfern in der Zuckerrohrindustrie
Die Einführung von Fallfilmverdampfern (FFE) in der Rohrzuckerherstellung ist ein Paradebeispiel für Prozessinnovation durch Technologietransfer. Aufbauend auf jahrzehntelanger erfolgreicher Anwendung in der Rübenzuckerindustrie hat BMA das Verständnis der FFE-Technologie vorangetrieben und den Einsatz von Fallfilmverdampfern in Rohrzuckerfabriken vorangetrieben. Durch gezielte Forschung und Betriebsstudien haben wir Vorteile gegenüber Roberts-Verdampfern nachgewiesen, wie beispielsweise eine verbesserte Wärmedurchgang, kontrollierbare Ablagerungseffekte, geringere Saccharoseverluste sowie – in Kombination mit einer Anpassung der Dampfentnahme aus der Verdampferstation – eine deutliche Reduzierung des Dampfverbrauchs.
Kristallisation von Zuckerersatzstoffen
Aufbauend auf jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen Kristallisation und Verfahrenstechnik entwickelt und optimiert BMA Verfahren für eine breite Palette von Kohlenhydraten, darunter Glukose, Fruktose, Polyole und andere Zuckerersatzstoffe. Zuckerersatzstoffe wie Polyole unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Löslichkeit, ihres Kristallwachstums und ihres Kristallisationsverhaltens erheblich von Saccharose und erfordern daher spezielle Verfahrensansätze. Durch detaillierte Materialcharakterisierung, Laboruntersuchungen und Versuche im Pilotmaßstab entwickelt BMA maßgeschneiderte Kristallisationskonzepte für diese Produkte und unterstützt damit Anwendungen in der Lebensmittel- und Spezialchemieindustrie.
Werkstoffeigenschaften
Löslichkeit
Siedepunkterhöhung
Dichte
Viskosität
Prozessdaten
Trockensubstanzgehalt
Temperatur
Kristallisationsgeschwindigkeit
Kristallgehalt
Kristallgrößenverteilung
Ertrag
Mitgliedschaft der BMA und/oder von BMA-Mitarbeitern
Pilotanlage
An unserem Hauptsitz in Braunschweig betreibt BMA eine Pilotanlage, die eine Brücke zwischen Laborforschung und Produktion im industriellen Maßstab schlägt. Die Anlage ermöglicht es Kunden und Partnern, Prozesse zu validieren, innovative Lösungen zu entwickeln und Technologien unter realistischen Betriebsbedingungen zu optimieren.
Unsere Pilotanlage unterstützt:
- Laboranalysen und Prozessuntersuchungen
- Prototypenentwicklung und -validierung; Leistungsprüfung und Prozessoptimierung
- Scale-up-Studien vom Labor zur industriellen Anwendung









